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Triple-Play bald zum Schnäppchenpreis?

Kunden, die im Einzugsbereich von Unitymedia wohnen, dürfen sich schon bald über sinkende Kosten für Kabelanschluss, Telefon und Internet freuen. Das zumindest verspricht John Malone. Grund hierfür ist die Übernahme des Kölner Unternehmens durch den US Konzern Liberty Global, mit Malone an seiner Spitze.

Für satte 3,5 Milliarden Euro schlägt das US-Unternehmen zu, der Deal soll Mitte 2010 vollzogen sein. Nicht zum ersten Mal probiert der Selfmade-Milliardär auf dem Deutschen Markt rund um Fernsehen, Internet und Telefon Fuß zu fassen. Im Jahr 2002 versuchte er bereits einen großen Teil des Kabelnetzes der Deutschen Telekom zu verschlingen, Kartellwächter und Konkurrenz machten ihm allerdings einen Strich durch den 5,5 Milliarden Euro Deal.

Schon in den USA hat Malone seine Finger in diversen Großkonzernen und hält beispielsweise Anteile an Time Warner (CNN invlusive), Viacom (MTV ebenfalls) und dem deutschen Shoppingsender QVC. Hauptaufgabe des Medienmoguls liegt allerdings in den Kabelnetzen, bei denen sein Konzern in den USA schon reichlich Erfahrungen sammelte. Jetzt soll auch der Deutsche Markt inkludiert werden, denn hier sieht Malone riesige Wachstumschancen. Kein Wunder also, dass er ausgerechnet auf Unitymedia geschielt hat, denn der Kabelanbieter verfügt über das größte zusammenhängende Kabelnetz in ganz Europa.

Durch den großflächigen Breitbandausbau und das immer größere Wachstum der Triple-Play Angebote ein enormer Wachstumsmarkt, von dem sich Malone gerne eine Scheibe abschneidet. Immer mehr Kunden entscheiden sich für Kabelanschluss, Internet- und Telefonflat aus einer Hand. Zum einen ist das Internetangebot der Kabelanbieter teilweise günstiger, als bei Telekom und Co. und zum anderen in vielen Gebieten wesentlich schneller als das übliche DSL, was Unitymedia, als es vor zwei Jahren den Markt mit schnellem Internet eroberte, bis heute reichlich Neukunden bescherte.

Für die Konkurrenz, allen voran die deutsche Telekom , dürfte die Machtübernahme ein Dorn im Auge sein. Die ohnehin schon rasch sinkenden Preise für die Medienangebote machen dem Unternehmen bereits genug zu schaffen. Durch die Übernahme Malones von Unitymedia kommt nun auch noch der Druck im eigenen Revier hinzu. Unitymedia wird sicherlich auch von der großen Erfahrung seines neuen Mutterkonzerns profitieren können – Netzausbau und ein weiteres sinken der Preise könnten die Folgen sein.

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